In den Schuhen des Landwirts

Business Momentum Contest

Als Landwirt ist es das natürlichste „in die Fußstapfen“ der Eltern zu treten. Seit Jahrtausenden ist das so. Wohl seit die Menschen Seßhaft wurden und Besitz haben. Jede Generation baut auf und wirtschaftet und will das Erreichte an die nächste Generation weitergeben, damit auch diese den Besitz, den Hof als Existenzgrundlage weiterführen kann.

Somit ist diese „bäuerliche Grundhaltung“ eigentlich die Wurzel des menschlichen Strebens nach Besitz, Erfolg und Macht. Das steckt wohl irgendwie in jedem von uns. Und in jedem Menschen steckt auch irgendwie ein „kleiner Bauer“,  egal ob er eine Landwirtschaft hat, oder nicht. Denn Landwirtschaft bedeuted schlicht und ergreifend, sich von seinem Stück Land selbst ernähren zu können.

Und das führt uns nun zu zwei zentralen Eigenschaften bäuerlicher Menschen:

  • Ortsgebunden, was auch heisst nicht so flexibel
  • Kampf um den Besitz oder auch die Angst den Besitz verlieren zu können.

Diese Eigenschaften sind gut, sie sind über Jahrtausende erprobt. Es bedeuted aber auch, dass diese Menschen solange an Altem festhalten, bis sie von Neuem wirklich überzeugt sind. Und sie gehen nicht unbedingt viel Risiko ein um neue Erfahrungen zu machen.

Will man bäuerliche Menschen von etwas Neuem überzeugen, so kann ich das vor allem damit tun, daß ich den praktischen Nutzen aufzeige. Der sehr praktischen Nutzen Geld zu sparen war bei den Einkaufsgemeinschaften die entscheidene Antriebsfeder das Internet zu benutzen.

Sind Landwirte aber dann von etwas überzeugt, dann bleiben sie dem auch treu.

Das gilt auch auf der persönlichen Ebene. Landwirte sind sehr ehrlich und loyal. Also perfekte „Netzwerker“, wenn man sie in seinem Netzwerk hat. Denn man kann sich immer auf Landwirte verlassen. Sie sind meist überdurchschnittlich in Vereinen engagiert. Und die wirtschaftliche Form der Genossenschaft ist durchaus kein Zufall, denn der Gemeinschaftssinn ist ihnen sehr vertraut und wichtig.

Der Schuh

Empfindlich reagiert der bäuerliche Mensch allerdings, wenn sein Gerechtigkeitgefühl gestört wird. Das führt in der heutigen sehr stark gewinnorientierten Informations-Gesellschaft oft zu Resignation der Landwirte. Wenn Bauern auf die Straße gehen, dann protestieren sie gegen die Ungerechtigkeit und z.B. für „gerechte Preise“.

Landwirte stellen an sich und Ihre Familien hohe Ansprüche. In unerer christlichen Kultur hat sich der biblische Satz „…im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot essen…“ eingeprägt. Landwirte und Ihre Familien sind sehr fleissig und arbeiten sehr, sehr viel. Manchmal auch zuviel, wenn versucht wird den ererbten Besitz zu halten und zu vermehren indem man sich einfach zuviel zumutet. 7 Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr. Aber auch so etwas führt langfristig zur Resignation.

Resignation ist für die Landwirte gefährlich. Denn dann erlischt Ihr natürlicher Antrieb. Das oft zitierte „Jammern“ der Bauern ist der Ausdruck empfundener Hilfslosigkeit.

Und genau an der Stelle setzt die Mächtigkeit der heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ein, denn das Internet überwindet die regionalen Grenzen. Musste man früher einen wirklichen Ortswechsel vollziehen, um neue Einblicke zu bekommen, so ist das heute jederzeit möglich. Auch der Zugang zu vielfältigsten Bildungsmöglichkeiten zählt dazu.

Ja, wenn man die Mächtigkeit und die Möglichkeit dazu als Landwirt erkennt. Und nun sind schließt sich der Kreis wieder. Landwirte müssen vom Nutzen oder von der Notwendigkeit überzeugt sein, sonst lassen sie sich nicht auf Neues ein. Das ist eine große Hürde, wenn man bäuerliche Menschen begeistern und mitnehmen will.

Das wird auch eine Hürde dieses Blogs sein, denn es wird nicht einfach sein Menschen Online zu erreichen, wenn sie eigentlich fast nie online sind. Doch an der Stelle birgt gerade die mobile Kommunikation große Perspektiven für die Landwirte, weil sie wenig Zeit im Büro verbringen. Die Internet-Nutzung verdoppelt sich, sobald ein mobiles Endgerät benutzt wird, sagt die Statistik. Auch der Generationswechsel schiebt hier mächtig an, denn die jungen Landwirte sind genauso mobil kommunikativ wie die übrige Bevölerung.

Ein weitere Chance geht auch von den Multiplikatoren der Landwitschaft aus. Das sind Berater, Bildungseinrichtungen und auch gemeinschaftliche, wie auch genossenschaftliche Organisationen. Denn auch diese sind langfristig darauf angewiesen Ihr Clientel mit Vernetzung zu erreichen und zu begeistern. Aber auch hier kommt es ganz stark auf den praktischen Nutzen an.

Alois

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