Ertragreiches Netz

Unbestreitbar, in der Informationsgesellschaft ist die Information der Rohstoff, aus dem Wertschöpfungen gemacht wird. Wie das geht, zeigen uns plastisch jeden Tag die Börsen. Mit Nachrichten fallen oder steigen die Kurse. Beim Landwirt auch.

Ob nun Betriebsmittel oder Erzeugnisse: die Preise floaten an teils globalen Börsen. Der regionale Landhandel reicht die Schwankungen an den einzelnen Landwirt durch. Der hat die Wahl oder besser gesagt die Qual sich zu entscheiden. Wer passiv bleibt, der bezahlt halt dann den Preis den es am heutigen Tag gibt.

Informationsgesellschaft – Unwissenheit ausgenützt

Hier beginnt ein ertragreiches Terrain für Netzlandwirte. Fast alle großen agrarischen Internetportale liefern die Basisnotierungen der landwirtschaftlichen Börsen übers Netz. Doch eine Preisnotierung der Matif in Paris ist noch kein verlässlicher Preis am Lagerhaus vo Ort. Wer also Preise auf den Punkt bringen will, der muss aktiv sein und seinen regionalen Preis abfragen. Das kostet Zeit und ist richtig Aufwand. Genau deshalb resignieren viele Landwirte. Doch das muss nicht sein.

Dienstleister gesucht

Preise abfragen und nichts kaufen macht beim Handel recht schnell unbeliebt. Preisauskünfte sind aber auch für den Anbieter Aufwand, nicht nur für den Fragenden. Also läge es doch auch im Interesse des Landhandels entsprechende regionale Marktabfragen in kundenorientierten Applikationen anzubieten. Einkaufsgemeinschaften waren hier schon vor Jahren Vorreiter. Auf breiter Front hat sich aber bisher keine Webtransparenz durchgesetzt. Nicht ganz uneigennützig, meine ich, denn ein Kunde mit leerem Silo, verhandelt nicht mehr hart. Doch es gibt innovative, spezialisierte Dienstleister für den Landwirt. Beispielgebend möchte ich hier www.agrareinkauf.de vorstellen.

Agrareinkauf

Agrareinkauf ist kein Händler, sondern ein Einkaufsdienstleister. Vergleichbar wie ein Versicherungsmakler. Nach eigener Auskunft lagern derzeit ca. 400 Agrarunternehmen ihren Einkauf komplett oder teilweise an den Dienstleister aus (Outsorcing!). Agrareinkauf bereitet die Preise vieler verschiedener Lieferanten auf und erleichtert den Vertragsnehmern die Preistransparenz mittels EMail-Service und PSM-Internet-Datenbank. Organisiert wird die Auslieferung direkt zum Landwirt und sie ist nicht auf Regionen begrenzt. Agrareinkauf finanziert sich durch Hektarbeiträge für die Dienstleistung und erhebt keine Provision. Gegründet und geführt wird Agrareinkauf von Joachim Kalberlah aus Braunschweig. Er ist gelernter Landwirt und Speditionskaufmann und hat langjährige, praktische Erfahrung mit Mengenbündelung in Erzeugergemeinschaften.

Besonderheit PSM-Datenbank

Der Markt bei Pflanzenschutzmitteln ist für Gelegenheitsanwender schwer überblickbar. Zig Mittel, Hersteller, Wirkstoffkombinationen, Nachbau oder Original-Marke, verschiedenste Gebindegrößen und Verkaufs-Kombinationen ergeben einen regelrechten Fachdschungel. Mit kompetenter Unterstützung kann einiges herausgeholt werden. Deshalb hat Kalberlah eine PSM-Datenbank aufgebaut. Agrareinkauf erfasst und aktualisiert ständig die Produkte wie auch die Preise von schiedenen Händlern, Großhändlern und der Industrie direkt. Mittels Volltextsuche nach Produkten, Wirkstoffen, Zulassungsnummern etc. können dann auch in Abstimmung mit der Pflanzenbauberatung Wirkstoffkombinationen zusammengerechnet werden. Hinzu kommen praktische Filterfunktionen nach Warengruppen, Wirkstoffen und Sonderangeboten. Eine zusammengefasste Preisliste aller Lieferanten im pdf-Format wird laufend an die Vertragsnehmer versendet.

Logische Vorteile

Das ist eigentlich ein System, wie es sich Landwirte wünschen. Es befreit von der Lästigkeit die Preise ständig zu hinterfragen, spart Zeit und schafft Transparenz. Und letztlich muss es sich rentieren, sonst wären nicht schon einige hundert Landwirte Vertragsnehmer. Vielleicht ist es sogar ein duplizierbares Geschäftsmodel mit Zukunft. Z.B. für Maschinenringe und andere Verbände.

Testen und kalkulieren

Warum also nicht mal testen. Wenn schon die Großen der Branche unter dem Verdacht der Preisabsprachen stehen, dann ist es doch höchste Zeit, dass Landwirte sich entsprechend aufstellen und konsequent marktwirtschaftlich handeln. Durch das Maklermodell mit ha-Beiträgen ist die Teilnahme am System für einen Landwirt einfach kalkulierbar. Agrareinkauf bietet dazu eine Rückwärtskalkulation an, wo die Einkaufwerte des vergangenen Jahres mit den Betriebsdaten analysiert werden. Wenn es je ha 2,50 € je ha kostet, dann sind für einen 100 ha Betrieb mindestens 250 € Geldvorteil auf der Habenseite erforderlich. Mit einem guten Geschäft sollte das schnell gelingen. Ansonsten ist alleine die Zeitersparnis dieses Geld wert.

Weitere Infos:

 

In diesem Sinne: Schaff Dir Dein Netz

Alois

 

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