Der digitale Wildschaden

Wildschaden 12.03.2014

Ich höre das immer wieder:

So einen Scheiß brauche ich nicht!

Aussagen von Landwirts-Kollegen über Smartphones. Es drücken sich ja nicht alle so drastisch aus. Aber die Ablehnung ist (momentan noch) groß. Die Meisten lehnen etwas ab, was sie überhaupt nicht kennen. Sehr verbreitet ist die Meinung, die Dinger taugen nur zum spielen und „Zeit vertun“.

Darum möchte ich heute ein tagesaktuellen Erlebnis schildern.

Wildschaden melden

Der Winter ist vorbei. Jeder Landwirt weiß, ich muss in meinen Wald und nachschauen, ob die hochherrschaftlichen Wildtiere evtl. meine Bäume angefressen haben? Denn das muss ich bis spätestens April auf der Gemeinde anzeigen. Dann kriege ich den Wildschaden erstattet. Darum schaue ich neben der ganzen Frühjahrsarbeit auch immer, meist ungeplant, in meinen Waldstücke vorbei.

Ich steh also im Wald.

und sehe, wie die Bäume angenagt sind. Jetzt muss ich das irgendwie dokumentieren. Bei der Wildschadensmeldung bin ich ja verpflichtet den den Zirka Verbißschaden zu beziffern.

Und was tue ich als NetzLandwirt?

Ich ziehe mein Smartphone aus der Tasche und fotografiere die angefressenen Bäumchen. Das ist doch logisch. Doch damit nicht genug. Ich zähle die Bäumchen, schön geordnet nach Sorte (weil für die Weißtannen gibts mehr Entschädigung) und notiere mir das mit Evernote. Oder für die Schreibfaulen: Ich starte meine Tonaufnahme und spreche einfach drauf, was ich grad zähle oder was sonst noch wichtig ist.

Fertig

Ich weiß, daß viele tausende Wildschäden zwar gesehen, aber nicht gemeldet werden, weil der Bauer bei der Arbeit sonst nichts zum schreiben dabei hat und bis er daheim ist, die Details schon wieder aus dem Bewusstsein sind.

Nun aber ist alles auf meinem Smartphone. Ich schließe mein iPhone an den PC, lade die Bilder herunter, höre mir die Notiz an und speichere nun alles in einer Exceltabelle, wo ich in den nächsten Tagen dann auch die Wildschäden meiner anderen Waldstücke sammle.

Und wenn ich dann alles beisamen habe, sende ich die gesammtelt Tabelle an die Gemeinde und habe dann meine Meldepflicht rechtzeitig erfüllt.

Ganz neben bei: Die Bilder haben bei eingeschalteter Verortung sogar Geokoordinaten gespeichert. Ich kann also jeden störrischen Jagdpächter mit dem Bild direkt zum Schadensort mit dem Navi hinschicken. Also keine Ausrede mehr, mit „da habe ich nix gefunden“ und so.

Wer schreibt, der bleibt!

heisst ein altes Sprichwort. Und ich als Landwirt, respektive NetzLandwirt, kann hier enorm punkten. Weil ich

  1. kommod (bequem, zeitsparend) und
  2. exakt

mit dem Smartphone dokumentiere

Das war jetzt mal nur EIN Beispiel, wie praktisch und zeitsparend der Smartphone-Knochen in der Hosentasche ist. Da gibt es noch zig andere tägliche Beispiele, von Tierbehandlungs-Doku bis Stunden-Erfassen. Alles heute schon da. Auch das spezielle APP-Angebot wächst laufend.

Übrigens: Die Lehrerin sagte zu den Schülern: „Jetzt bitte alle meine Ausführungen von der Tafel abschreiben!“

Hinter ihr machte es  Klick,KlickKlick,KlickKlick,KlickKlick,Klick…ca. 30 mal.

Das ist die Realität heute.

Alois

 

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