Wenn grausam sterben gut ist

Rehdame

In der Demokratie ist die öffentliche Meinung ein gewichtiger Faktor. Sie hat zwar keine unmittelbare gesetzgebende Wirkung, doch richten sich die Mandatsträger meist stromlinienförmig danach aus.  Und dabei taugen die Schlagzeilen oft als Brandsätze welche mehr Schaden anrichten als die eigentlichen Taten.

 Der Landwirt als Zielscheibe

Jeder Mensch hat seine eigenen Werte, seine eigene Meinung. Also auch die Journalisten und dazu kommen noch die Arbeit- oder Auftraggeber. Sprich Verlage oder Firmen und Lobby-Verbände dahinter.

 Journalisten sind auch nur Menschen

Willst Du bei Deiner Heimatzeitung einen Artikel über die tollen Leistungen Deines Schützenvereines plazieren, musst Du erst den evtl. fitnessorientierte Sportredakteur davon überzeugen, dass Luftgewehr-Schießen auch eine Sportart ist, über die es Wert ist berichtet zu werden.

Und so ein ähnliches Problem hast Du als Landwirt oder die Landwirtschaft insgesamt, wenn es im Medienpräsenz geht. Die Zunft der Schreibenden hat im Bezug auf Landwirtschaft größtenteils andere Werte und Vorstellungen als der praktische Landwirt.

Z.B sind die Lieblingsfarben deutscher Journalisten grün und rot

Das ist nicht schlimm. Das ist eine der Tatsache mit der ich verstehen kann, wie die gehäufte ideologisierte Berichterstattung im Bezug auf die Landwirtschaft entsteht.

Ideologie und Gegen-Ideologie

Die Gegenbewegung der Bauernverbände und Agrar-Lobby ihrerseits setzt auf PR und Imagewerbung.

Beide Seiten buhlen um mediale Beachtung, was mit der permanenten Steigerung der Laut- und Wortstärke einhergeht. Mit vollem Erfolg:

Skandale (er)finden auf beiden Seiten

Darum beißen schon mal die Veganer ins Gras und auf der anderen Seite sterben die Schweine grausam in reißenden Überschriften wenn es um das ansich normale Schnitzel geht. Der volle emotionale Focus wird auf ein minamales Prozent der Wirklichkeit gelenkt. Vielleicht ist ja auch das ein Ferment dafür, warum Depressionen so zunehmen, weil das Negative permanent medial im Vordergund steht.

Wertewandel

Die gierige Begehren nach Aufmerksamkeit ist aber auch ein Anzeichen für den Wertewandel. Mit dem Internet fangen die Konsumenten an Nachrichten zu wählen und nicht mehr einfach das zu fressen was ihnen Journalisten,  Zeitung oder das Fernsehen vorsetzt. Die Anzeichen sind da. Das Medienverhalten der jungen Generation unter 30 Jahren ist fast schon radikal anders, was den bei den Mächtigen richtig Sorgen verursacht.

Bürgerjournalismus

ist so ein Trend, der deutlich zulegt. Tausende nicht kommerzielle Blogs (wie auch meiner) und auch die Pluralität der Social Media geben der Realität und Normalität jeden Tag wieder mehr Chance.

Die NSA und alle Schnüffler der Welt können zwar uns bis auf die Knochen aushorchen, aber nicht die Themen und Quellen der Wissensflut steuern, mit denen sich das Volk oder der Konsument zu beschäftigen hat.

Was tun?

Einfach die Antennen auf Empfang stellen. Wahrnehmen, empfehlen, wie z.B. die Facebookseite Milchviehbetrieb. Ganz natürlich entsteht dann der Wunsch selbst aktiv zu werden.

Wie?

  • Anfangen
  • Erfahrungen machen
  • Von anderen lernen
  • Dich trauen auch selbst Informationen zu publizieren
  • Facebookseite anlegen
  • Blog starten
  • Tue einfach das, bei dem Du Dich wohlfühlst

Danke

sage ich der jungen Generation, die mit ihrem veränderten Medienverhalten den Wertewandel pushen. Sie reden nicht darüber – sie tun es einfach! Sie benutzen die alten „Volksempänger“ nicht mehr.

In diesem Sinne: Schaff Dir Dein Netz 🙂

Alois

Regelmäßiger Newsletter NetzLandwirt

Grarantiert werbefrei und kostenlos! Ich passe auf Deine EMail auf, als ob es meine Eigene wäre.

 

 

 

2 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hallo,
      ja, Ängste sind starke Gefühle und ein uraltes Mittel beim Marketing.
      z.B. hat die Kirche mit der Angst vor der Hölle jahrhundertelang gut herrschen können.

      Ängste schüren ist das Eine. Aber wie ich selbst damit umgehe, das hat auch jeder selbst in der Hand.

      Alois

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