Wenn der Weißlacker kommunikativ wird

weisslacker

In dem beschaulichen Allgäuer Markt Wertach feiert Arla Foods, eine mittlerweile europäische Molkerei mit dänischen Wurzeln,  am 28.Juni 2014 den 140. Geburtstag des Weißlacker Käse.

Was das mit netzwerken und Kommunikation zu tun hat? Eine ganz Menge!

Das Bild des schmächtigen Wiki, der sooft die vermeintlich starken Männer rettet, passt ganz gut zur „Last-Minute-Rettung“ der Allgäuland-Käsereien vor ein paar Jahren. Wiki und Arla stammen aus Skandinavien. Sind die Skandinavier schlauer? Mit Sicherheit sind sie vernetzter!

Skandinavier haben seit Jahren die Nase vorn bei der Internetnutzung

Im Prinzip ist es einfach erklärbar:

  1. Weite Strecken
  2. Internet praktisch
  3. Vernetzung normal

Auch bei den dortigen Landwirten. Auch Arla als Genossenschaft, wo Live-Streaming zu Sitzungen Alltäglichkeit ist. Und was zu Hause gut funktioniert, wendet man dann in immer größerem Stile an:

Arla eine Erfolgsbilanz

12.600 Milchbauern aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Belgien und Luxemburg. Vertrieb der Produkte in 100 Länder. Allein der deutsche Ableger ist mittlerweile die drittgrößte Molkerei in Deutschland.

Ankommen – kooperieren – vernetzen

Als Allgäuer habe ich die clevere Vorgehensweise von Arla quasi vor der Haustüre miterlebt. Wie Wiki, der die starken Männer immer mehr oder weniger sanft ans Ziel bringt, so wurde und wird auch im Allgäu mit überschaubaren Schritten Vertrauen aufgebaut und trotzdem zielbewusst gehandelt.

Marken sind das Schwert für den Markt

Der Weißlacker ist so ein Beispiel dafür. Orakelten da doch zuerst die lokalen Medien daß der Big-Player Arla Foods nun alles Platt oder zu Einheitskäse machen werde. Doch die Orakler täuschten sich sehr!

Weißlacker – Arla – Alleinstellungsmerkmal

Niemand sonst auf der Welt produziert den Weißlacker. Dass solche extravaganten Bergbauernprodukte als Alleinstellungsmerkmal hochpreisig vermarktet werden können, darauf setzen die Strategen aus Skandinavien.

Selber in der Hand

In einer Landwirtschaftsmeister-Fortbildung diskutierte ich einmal mit einem Coca-Cola Manager über die mangelnde Marktmacht von uns Bauern. „Ihr Bauern seid doch selber Schuld!“ schmiss er uns an den Kopf. Die Marke Coca-Cola ist so stark, dass wir den Discounter die Bedingungen sagen. „Aber ohne eigene Marke seid ihr Bauern nur billige, austauschbare Rohstofflieferanten für ein industrielles Produkt!“

Recht hatte er und Recht hat Arla

Noch haben die Allgäuer Milchlieferanten das Allgäuland-Trauma nicht soweit überwunden, als dass sie auch als Genossenschaftsmitglieder der Arla beitreten wollen. Aber es wäre höchst unlogisch es nicht zu tun, denn Arla hat die Bergbauern-Marken und die Allgäuer Produktionsstätten erworben und produziert vorort erlebbar die Allgäuer Bergbauernspezialitäten.

Dort liegt auch der tiefere Sinn des Festes am 28. Juni, es den Menschen im Allgäu und darüber hinaus zu zeigen, HIER produziert die europäische Arla den Allgäuer Käse!!

Und das Schönste daran finde ich, dass die Allgäuer Bergbauernmarken wieder eine Vision haben. Und zwar eine Internationale! Dank Vernetzung!

Arla Vision

In diesem Sinne: Jeder ist eingeladen, auch zum persönlichen Netzwerken am 28. Juni 2014 von 10-18 Uhr in Wertach im Allgäu: Schaff Dir Dein Netz

Alois

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