Gib mir Deine EMail

Gib mir Deine EMail

Totgesagte leben länger. Das gilt auch für die EMail. Schon oft ist deren Untergang vorhergesagt worden. Und dann kommt regelmässig die Auferstehtung.

Wie Ende Januar, als die renomierte Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie dem EMail-Marketing eine 40-fach höhere Effektivität gegenüber Facebook & Co attestierte.

Deshalb lohnt es sich, das Thema mal aus der Sicht der vor- und nachgelagerten Unternehmen/Verbände anzuschauen.

Die gute alte EMail. Jeder täglich! Auch Landwirte!

McKinsey definiert es so: 91% aller Bürger lesen TÄGLICH ihre EMail. Ob nun Landwirte sich genauso verhalten, weiß ich nicht? Aber, der Mechanisierungsgrad landw. Haushalte mit Internetanschluß lag, lt. Medienumfrage März 2013, bei 89%. Und jeder Internet-Zugang verfügt dann über 2 bis 3 EMail-Adressen!

Die elektronische Kommunikation via Email birgt also großes Potential für Verbände und Organisationen Ihre Bauern schneller und kostengünstiger zu erreichen. Das spricht sich auch langsam herum.

„Ja, aber wir haben da ein Problem…“

Oft fehlt es schlicht an den notwendigen EMail-Adressen. Man hat es in vielen Unternehmen und Verbänden versäumt, rechtzeitig das Aktualisieren der Kundendaten, sprich Bauerndaten anzugehen.

Anders als beim Telefon, gibt es bei EMail kein öffentliches Telefonbuch zum Nachschlagen. Also ist personalisierte Adressqualifizierung angesagt, die aber schlichtweg aufwendig und teuer ist.

Sowas gelingt nicht gleich über Nacht. Man braucht also Ausdauer und Zeit. Und zum Anderen sollte man sich rechtlich sauber absichern, weil die strengen Datenschutzgesetze nicht jede Kreativität erlauben.

Wie also bekomme ich die richtige EMail-Adresse?

Indem man danach fragt. Und zwar auf moderaten Weg. Mit der Brechstange geht gar nichts. Wir brauchen die Mithilfe des Kunden.

Wann gibt Jemand die EMail-Adresse her?

  • Wenn das Vertrauen da ist.
  • Wenn man sich davon etwas erwartet.
  • Wenn man etwas unbedingt will!

Damit ist die Strategie klar.

Ein Beispiel: EMail-Anfragen und EMail-Bestellungen  nehmen an einer regelmässigen Verlosung teil. Kleine Preise, regelmässige Verlosung (z.B. alle 4 Wochen). Oder konsequent einen Online-Bonus. Quasi als Belohnung dafür, dass Aufwand und Kosten gespart werden. Belohnung mag doch jeder.

WAS mag mein Kunde oder Mitglied?

Wenn ich das weiß, dann mache ich gute Angebote. Erfasse ganz natürlich meine notwendigen Daten im zwanglosen Dialog.

Und habe ich die EMail-Adresse, dann versorge ich meinen Kunden, mein Mitglied, meinen Leser oder meinen Fan fortan mit nützlichem, wertvollen und auch emotionalem Mehrwert.

Mehrwert öffnet den Weg.

Es ist gar nicht so entscheidend, ob nun der Bauer selbst oder seine Frau oder sein Filius die EMail täglich liest.

Entscheidend ist, dass die EMail als nützlich empfunden wird.

Die wöchentliche EMail der Einkaufsgemeinschaft ist im Prinzip auch Werbung. Aber sie wird nicht als Solches empfunden, weil sie nützlich ist.

Wird eine innerliche Zustimmung des Lesers erreicht, dann wird darüber auch in der Familie und im Betrieb geredet. Dann wird die Mail weitergeleitet oder  ausgedruckt und kommt beim Bauer, ja bei der gesamten Familie an. Wenn nicht – dann landet das Zeugs da wo die ganzen uninteressanten Dinge landen, im Papierkorb. (Oder vergammeln in der ständig wachsenden Inbox)

Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!

Wer das kapiert hat, dem stehen mit dem EMail-Marketing sehr, sehr viele Möglichkeiten offen. Ein spannender und lohnender Weg.

Der Trend der unter 30-jährigen Landwirte geht eindeutig in die Online-Richtung. Wer diese Zielgruppe erreicht, der sichert damit auch seine Zukunft.

Drei Schritte auf dem Weg zum EMailmarketing:

  1. Eigene Recherchen zum Thema Online-Kommuniktion und EMail-Nachrichten.
  2. Den Dialog oder Sende- und Empfangskanal mit Mitgliedern / Kunden  eröffnen. Sich darauf einlassen. Dabei lernt man sehr viel!
  3. Externe Energie in Form von Beratung oder Online-Tutorials zum Thema sich holen. Dabei erlaube ich mir hier den Hinweis, dass ich diese auch selbst anbiete. Und dann mit Ausdauer dran bleiben. Dazu gibt es unzählige Tools und Dienstleister für EMail-Marketing.

Das klingt einfach. Das ist nicht schwer. Das Wichtigste ist, anzufangen und nicht auf bessere Zeiten zu warten.

Übrigens: EMail-Marketing ist auch ein lohnendes Thema für Landwirte selbst, sobald sie mit Kunden zu tun haben (Reiterhöfe Lohnunternehmer, Ferienhöfe, Direktvermarkter, Dienstleister, usw,)

Alois

Regelmäßiger Newsletter NetzLandwirt

Grarantiert werbefrei und kostenlos! Ich passe auf Deine EMail auf, als ob es meine Eigene wäre.

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Herr Wohlfahrt, tolle Infos in diesem Artikel! Danke auch für die Erwähnung. Wie ich sehe, nutzen Sie Cleverreach als E-Mail Tool. Funktioniert damit alles gut soweit? War die Einbindung in WordPress unkompliziert?

    1. Hallo Herr Brandl,
      ich habe mehrere Anbieter ausprobiert und bin jetzt mit Cleverreach recht gut zufrieden. Die Einbindung in WordPress war überhaupt nicht schwierig.
      Das Wissen viele Leute einfach nicht, dass es ganz easy ist Email-Marketing zu betreiben. Auch z.B. Direktvermarkter oder Vermieter.
      Das ist ja auch ein Ziel meines Blogs.

      Ihre Seite http://www.emailtooltester.com/newsletter-tools/ ist wirklich sehr gute Information. Da habe ich doch gerne einen Link drauf gelegt, weils wirklich nüztlich ist.

      Vielen Dank.

      AW

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